Öffnet Startseite: Gemeindestrukturreform

Fragen und Antworten

Bevölkerung und Identität

Bleiben bestehende Vereine erhalten oder kommt es auch dort zu Zusammenlegungen?

Die Vereine bleiben unverändert bestehen, es sind insbesondere keine Namensänderungen oder Statutenänderungen nötig. Die Vereine haben auch in der neuen Gemeinde eine wichtige Funktion. Sie fördern das gesellschaftliche Leben in den Orten.

Welche Auswirkungen hat die Strukturreform auf die Bürgernähe?

Ein Ziel der Strukturreform sind professionelle, wirtschaftliche und leistungsfähige Gemeinden. Beispiele zeigen, dass durch straffere Strukturen bei gleichbleibenden Kosten die Bürgernähe und der Komfort so ausgebaut werden können, dass längere Öffnungszeiten im Wirtschaftshof oder auch mobile Bürgerbüros möglich sind und damit die Vorteile einer Gemeindestrukturreform spürbar werden.


Hinzu kommt, dass nach und nach elektronische Verfahren die Zahl der persönlichen Kontakte noch weiter senken könnten. Bereits heute gibt es viele gute Ansätze, wie wohnortnah ein Zugang zur Gemeindeverwaltung geschaffen werden kann, ohne ein komplettes Gemeindeamt vorhalten zu müssen. Sei es durch dezentrale kleine Bürgerservicestellen oder auch mobile Serviceeinheiten, die temporär wohnortnah Leistungen anbieten.

• Die Mobilität der Menschen hat deutlich zugenommen: In unserem Berufs- und auch Freizeitverhalten orientieren wir uns selbstverständlich regional. Wir gehen in der Gemeinde A ins Kino, in B in die Schule und in C ins Freibad und in D arbeiten wir. Es ist nicht zwingend notwendig, dass alle Leistungen einer Gemeinde auch vor Ort angeboten werden. Für die Bevölkerungsgruppen, die generell weniger mobil sind, lassen sich speziell auf diese Bedürfnisse zugeschnittene Alternativen finden

• Die Zusammenlegung von Gemeinden und damit auch Gemeindeverwaltungen führt nicht zu weniger Bürgernähe. Die Umstellung stellt weniger die BürgerInnen als die Verwaltungen auf die Probe.

 

Welche Auswirkungen hat die Vereinigung auf die Identität der Gemeinden?

An der „Geografie“ der beteiligten Gemeinden ändert sich nichts. Die Vereinigung betrifft vor allem Strukturen und organisatorische Fragen der politischen Gemeinden, nicht aber Aspekte des alltäglichen Zusammenlebens. Örtliche Kultur und Identität basiert auf dem gesellschaftlichen Engagement von Einwohnerinnen und Einwohnern, aber auch auf dem kulturellen und sportlichen Wirken von örtlichen Vereinen. Diese Vielfalt ist erwünscht und fördert die lokale Identität. Die verschiedenen Kulturen sollen weiterhin gepflegt und gelebt werden; sie sollen dabei ihre Eigenständigkeit und ihre Traditionen behalten – gänzlich unabhängig von der Gemeindevereinigung. Die bisherige Ortsgemeinschaft mit ihren Besonderheiten (Vereine, Veranstaltungen, etc.) bleibt bestehen. Die Strukturen der einzelnen Orte verändern sich kaum – und wenn, dann wäre das zukünftig auch ohne Vereinigung möglich (Stichwort: Demografische Entwicklungen).

Was passiert mit den ehrenamtlichen Strukturen in den Gemeinden?

Die ehrenamtlichen Strukturen bleiben von der Reform unmittelbar unbeeinflusst. Die Identifikation über Vereine etc. soll beibehalten und im Gegenteil sogar gestärkt werden.

Können vereinigte Gemeinden ihre bisherigen Ortstafeln beibehalten?

Die bestehende Ortstafel mit dem bisherigen Namen des Ortes kann bestehen bleiben. Es ist zulässig, den neuen Gemeindenamen aus Gründen der Orientierung mit kleinerer Schrift darunter zu setzen.